Spread, Ordergebühr & Co. – was Bitcoin-Kauf wirklich kostet
„0 € Gebühren“ klingt gut – ist aber selten die ganze Wahrheit. Beim Kryptokauf gibt es vier Kostenarten, und wer sie kennt, spart bei jedem Kauf.
Die Ordergebühr (Handelsgebühr)
Der offensichtlichste Posten: ein Prozentsatz des Kaufbetrags oder ein Fixbetrag pro Order. Die Spanne reicht von 0,1 % (Binance) über 0,25 % (Bitvavo) bis zu rund 1,49 % (Coinbase-Einfachkauf, Bitpanda). Broker wie Trade Republic nehmen stattdessen einen Fixbetrag von 1 €.
Der Spread – die unsichtbare Gebühr
Der Spread ist die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Er steckt direkt im Preis und taucht auf keiner Rechnung auf. Gerade Anbieter mit „0 € Gebühren“ verdienen genau hier. Faustregel: Je einfacher die Kauf-Oberfläche, desto größer meist der Spread. Ein schneller Test: Vergleiche den angezeigten Kaufkurs mit dem aktuellen Marktkurs – zum Beispiel oben auf unserer Startseite.
Ein- und Auszahlungsgebühren
SEPA-Überweisungen sind bei fast allen Anbietern kostenlos. Teuer wird es bei Kreditkarte (oft 1–4 %) und teilweise PayPal. Auch Krypto-Auszahlungen auf die eigene Wallet kosten je nach Anbieter eine kleine Gebühr.
Netzwerkgebühren
Wenn du Bitcoin auf deine eigene Wallet überträgst, zahlst du zusätzlich die Transaktionsgebühr des Bitcoin-Netzwerks – unabhängig von der Börse. Sie schwankt je nach Auslastung; bei Ethereum und Solana gelten eigene, meist niedrigere Sätze.
So rechnest du richtig
Beispiel bei 1.000 € Kaufsumme: 0,25 % Ordergebühr = 2,50 €. Klingt wenig? Bei 1,49 % sind es schon 14,90 € – und mit 1 % Spread obendrauf fast 25 €. Auf zehn Käufe gerechnet liegt zwischen der günstigsten und teuersten Variante schnell ein dreistelliger Betrag. Unser Gebührenrechner vergleicht die Anbieter live mit deinem Wunschbetrag.
Bereit für den ersten Kauf? Unser Vergleich zeigt dir, welche Börse zu dir passt.
Zum BörsenvergleichHäufige Fragen
Was ist ein Spread beim Bitcoin-Kauf?
Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs eines Anbieters. Sie ist eine versteckte Gebühr, die direkt im Preis steckt und auf keiner Abrechnung erscheint.
Warum ist 'kostenlos' Bitcoin kaufen nicht wirklich kostenlos?
Anbieter ohne Ordergebühr verdienen am Spread – du kaufst also etwas über dem Marktkurs. Die Kosten sind da, nur unsichtbar.
Wie kann ich Gebühren beim Bitcoin-Kauf sparen?
Per SEPA statt Kreditkarte einzahlen, Anbieter mit niedriger Prozentgebühr wählen und bei Börsen mit Pro-Oberfläche (z. B. Kraken Pro, Coinbase Advanced) über das Orderbuch handeln.
Stand: Juli 2026. Alle Angaben ohne Gewähr, keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung.